Achermann verteidigt SM-Titel souverän

Copyrigth by Helen Gut

Das Terrain war tief, das Wetter garstig und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen erlebten die wetterfesten Zuschauer in Beromünster spannende Wettkämpfe um das begehrte rote Trikot mit dem Schweizerkreuz. In der höchsten Kategorie setzte sich der 24- jährige Walliser Julien Taramarcaz gegen die routinierten Querfahrer Simon Zahner und Christian Heule durch. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde, als Taramarcaz in der zweitletzten Steigung ein Fahrfehler von Zahner ausnutzte und ein Loch zwischen sich und den zwei  Verfolgern aufreissen konnte. Zahner und Heule fanden zwar nochmals den Anschluss zu Taramarcaz, mussten aber den technisch besser fahrenden Taramarcaz in der letzten Abfahrt ziehen lassen, weil Heule stürzte und Zahner die Kraft zum angreifen fehlte. Taramarcaz, der Junioren Vice-Weltmeister und Europamester vom 2006, gewann in Sion sein erstes Eliterennen und doppelte in Rennaz gleich nach und krönte seine Saison nun mit dem Schweizermeistertitel 2012 in Beromünster. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war das Eliterennen der Frauen mit der Lokalmatadorin Jasmin Achermann.  Achermann, die am Berchtoldstag in Bussnang nur knapp vor ihrer grössten Konkurrentin, Kathrin Leumann gewann, überliess an ihrem Heimrennen nichts dem Zufall. Achermann setzte sich vom Start weg an die Spitze und fuhr ein perfektes Rennen. „Den Druck, den ich im Vorfeld der SM noch verspürte war weg und es lief mir vom Start weg einfach genial. Ich hatte nie das Gefühl dass ich ganz ans Limit gehen musste und die letzte Runde konnte ich sogar richtig geniessen.“ Meinte die höchst zufriedene Achermann, die den Schweizermeistertitel Nummer fünf in Serie gewann. In der Kategorie U23 sah es ab Rennmitte nach einem souveränen Sieg von Fabian Lienhard aus. Doch in der letzten Runde kam der immer stärker fahrende Lars Forster nochmals gefährlich nah an Lienhard heran. Lienhard rettete zwei Sekunden seines Vorsprungs ins Ziel und gewann vor Forster und Dario Stäuble. Der einheimische Marcel Achermann kam nie richtig auf Touren und überquerte die Ziellinie mit einer Runde Rückstand auf den Sieger. Ein spannendes Rennen lieferten sich die drei Junioren Dominic Grab, Andri Frischknecht und Dominic Zumstein. Am Schluss verfügte der jüngste des Trios noch über die meisten Kräfte und verwies seine Verfolger auf die Ehrenplätze.  Der Rainer Matthias Gut verlor bereits eine Runde auf den Sieger und klassierte sich auf Rang acht.  Der jüngere Bruder von Dominic Grab, Joel Grab, machte es seinem Bruder nach und gewann bei den Anfängern überlegen. Mit diesen schwierigen, äusserlichen Verhältnissen gut zu Recht kam auch Andreas Walther. Er verlor nur gerade etwas mehr als drei Minuten auf den Sieger und klassierte sich im guten achten Rang.

Resultatsauszug:

Radquer-Schweizermeisterschaft Beromünster

Elite: (21 klassiert) 1. Julien Taramarcaz (Fully) 1:02:55 2. Simon Zahner (Schmerikon) 0:10 zurück 3. Christian Heule (Tuggen) 0:26 zurück –Ferner: 19. Stefan Achermann 1 Rd. 21. Florian Egger 2 Rd.

Frauen-Elite: (10)1. Jasmin Achermann (Gunzwil) 38:23 2. Kathrin Leumann 1:37 zurück 3. Lise-Marie Henzelin 2:27

U23 (14) 1. Fabian Lienhard (Steinmaur) 52:07 2. Lars Forster 0:02 zurück 3. Dario Stäuble 0:30 –Ferner: 11. Marcel Achermann 1Rd.

U19/Junioren: (12) 1. Dominic Grab (Maur) 36:56 2. Andri Frischknecht 0:10 zurück 3. Dominic Zumstein 1:09 –Ferner: 8. Matthias Gut 1 Rd.

Master: (33) 1. Beat Morf (Hittnau) 43:22 2. Adrian Muri  0:47 zurück  3. Joel Niederberger

2:35

U17/Anfänger: (23) 1. Jeol Grab (Maur) 35:04 2. Johan Jacobs 1:26 zurück 3. Patrick Müller 1:35 –Ferner: 8. Andreas Walther 3:22

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Training auf der Strecke

Das Training auf der Strecke, ist am Samstag 07.01.2012 ab 15:00 – 16:00 offen. Es werden jedoch nicht alle Streckenabschnitte geöffnet sein. Durchfahrt neben der Strecke möglich. Ich danke den Rennfahrerinnen und Rennfahrer für Ihr Verständnis.

Bei Fragen gebe ich gerne Auskunft.

Martin Müller Mobile 079 470 77 46

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Parkplatz Rennfahrer

Der Parkplatz der Rennfaher befindet sich auf der Hauptstrasse zwischen Gunzwil und Beromünster. Farhrzeuge die nicht auf dem offiziellen Parkplatz abgestellt sind, werden abgeschleppt.

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Pressebericht Michelsämter

Radquer. Am 8. Januar 2072 finden in Beromünster die Schweizer Meisterschaften statt

Die Radquer-Schweiz blickt ins Michelsamt

Wäre alles nach den Plänen von Pius Achermann und seinen OK-Kollegen gelaufen, hätte an Silvester dieses Jahres das 4. Internationale Radquer von Beromünster stattgefunden. Doch die IG Radquer Schweiz hatte anderes vor mit dem jungen Michelsämter Radquer: Am Sonntag, 8. Januar 2012, finden die RadquerSchweizer-Meisterschaften in Beromünster statt.

(pbi.) «Wir selbst wären nicht auf die Idee gekommen, 2012 die Schweizer Meisterschaften auszurichten», sagt Pius Achermann mit einem Schmunzeln. «Aber als die Anfrage von der IG Radquer Schweiz kam, wollten wir diese Chance unbedingt wahrnehmen.» Beromünster als Austragungsort des wichtigsten Radquerrennens der Saison auf Schweizer Boden überrascht auf den ersten Blick tatsächlich ein wenig. Erst an Silvester 2008 hatte die Premiere des GP-5- Sterne-Region stattgefunden. Seither sind jeweils am letzten Tag des Jahres drei Rennen über die Bühne gegangen. Und trotzdem wurde Beromünster als Austragungsort für die Schweizer-Meisterschaft 2012 in Betracht gezogen. «Das ist eine tolle Wertschätzung unserer Arbeit und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Pius Achermann, der auch im Januar 2012 als OK-Präsident amtet.

Zentrale Lage als grosser Trumpf

Die Gründe weshalb Beromünster schliesslich den Zuschlag erhielt, waren vielfältig. Neben der tadellosen Organisation der ersten drei Rennen und der bei Fahrerinnen und Fahrern beliebten Strecke spielte auch die zentrale Lage Beromünsters eine we-

 

Das OK der Radquer-Schweizer-Meisterschaften schaut dem Grossaniass zuversichtlich entgegen. (Bild: zvg)

sentliche Rolle. 2011 hatte die Radquer-SM in Hittnau stattgefunden, 2010 in Rennaz-Noville. 2012, so die Intention der Verantwortlichen beim Verband, sollten die nationalen Titelkämpfe nicht erneut im Zürcher Oberland respektive in der Romandie stattfinden. Allzu viele Alternativen gab es allerdings nicht. Bald war klar, dass eines der Luzerner Radquers in Beromünster oder Dagmersellen die SM 2012 austragen sollte. Da in Dagmersellen eine (erneute) SM-Austragung erst in einigen Jahren geplant ist, blieb Beromünster. «Für uns ist das eine sensationelle Gelegenheit, unser Quer in der Schweiz noch bekannter zu machen», freut sich Pius Achermann.

Mehr als 2000 Zuschauer erwartet Im Grossen und Ganzen wollen die Organisatoren am erfolgreichen Kon-

zept der bisherigen drei Rennen festhalten. «Wir müssen den Anlass nicht neu erfinden», erklärt Pius Achermann. Die Tatsache, dass das Radquer von Beromünster von Beginn an als internationales Rennen mit entsprechenden Auflagen durchgeführt wurde, ist für die Vorbereitungen auf die Schweizer-Meisterschaft ein grosser Vorteil. Etwa bei der Streckenführung sind keine grossen Änderungen nötig. Sämtliche Rennen werden wie bisher auf der Centralstrasse gestartet. Die Zieleinfahrt erfolgt neuerdings auf der Bahnhofstrasse.

Auch das Budget ist für die SM nicht grossartig verändert worden. «Wir haben zwar einige zusätzliche Abgaben an den Verband zu leisten, dafür müssen wir den Fahrerinnen und Fahrern keine Startgelder zahlen. Das gleicht sich ziemlich genau aus», so Achermann weiter.

Der grösste Unterschied gegenüber den bisherigen Radquerrennen in Beromünster dürfte das Zuschauerinteresse sein. Pius Achermann und seine Crew rechnen mit 2000 bis 3000 Zuschauern. Um die grossen Zuschauerrnassen entsprechend versorgen zu können, wird in der Mehrzweckhalle eine grosse Festwirtschaft geführt. Selbst wer ein bisschen länger an der Wärme sitzen bleibt, wird die einzelnen Zieldurchfahrten dank einer montierten Kamera und Übertragung in die Halle, nicht verpassen.

Rund 100 Helfer im Einsatz

Damit am Tag X alles nach Plan läuft, sind die Organisatoren auf viele freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen. Aber auch in diesem Bereich sieht es heute, gut sieben Wochen vor der SM, schon gut aus. Die pfadi wird die Festwirtschaft führen, der Langlaufclub Rickenbach und die Gruppe «mitenand 60+» helfen bei der Streckensicherung. Ausserdem werden viele Bekannte und Verwandte der OK-Mitglieder im Einsatz stehen. Für den Verkauf der Tombolalose wird noch eine Schulklasse gesucht. Auch für Unterhaltung abseits der Rennstrecke wird gesorgt sein. Auftritte der Michelsämter Musik und des Jugendchors Geuensee bilden ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Beim Busbahnhof werden Sponsoren und Gönner die Möglichkeit haben, sich im Sponsorenzelt auszutauschen und entlang der Strecke wird es mehrere Getränkestände geben. So sind die Radquer-Fans bestens versorgt und verpassen nichts von den Rennen. Weitere Highlights sollen die Siegerehrungen der einzelnen Kategorien werden.

Jasmin Achermann strebt Titelverteidigung an

Sportlich interessiert natürlich besonders das Eliterennen der Männer mit allen Schweizer Radquer-Cracks wie Christian Heule, Marcel Wildhaber und Simon Zahner sowie den Mountainbike-Grössen wie Florian Vogel, Lukas und Mathias Flückiger oder Ralph Näf.

Zumindest bei den einheimischen Zuschauerinnen und Zuschauern dürfte erfahrungsgemäss aber das Rennen der Frauen auf noch grösseres Interesse stossen. Die 22-jährige Gunzwilerin Jasmin Achermann steigt als Titelverteidigerin ins Rennen und möchte vor heimischem Publikum nur zu gern ihren fünften Elite-Titel bei den Frauen (den sechsten insgesamt) feiern. Doch auch die Konkurrentinnen werden alles daran setzen, um Achermann den Triumph im Heimrennen streitig zu machen. Die Radquer-Schweizer-Meisterschaften am Sonntag, 8. Januar in Beromünster versprechen auf und neben der Rennstrecke Spannung und beste Unterhaltung.

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Anmeldung für Radquer SM 2012

Ab sofort steht die Anmeldung für die Radquer Schweizer Meisterschaft vom 08. Januar 2012 in Beromünster bereit.

Anmeldung

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Anmeldung Kategorie A (Elite)

Wer sich nicht bis am 30.11.2010 per Mail oder Internet angemeldet hat,  erhält kein Startgeld mehr und kein erhöhtes Preisgeld!

Mail: info@mm-cycling.ch

Web: zum Meldeformular

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